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Willkommen auf der Seite des Forschungsnetzwerkes Regenerative Orthopädie (NRO) der Sektion Grundlagenforschung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOU). Im Folgenden möchte sich das Netzwerk NRO und seine Aktivitäten vorstellen.
Netzwerkeckdaten
Gründung: Das Netzwerk Regenerative Orthopädie (NRO) wurde auf Initiative der DGOU im Rahmen einer konstituierenden Sitzung am 21.04.2005 in Frankfurt Friedrichsheim gegründet.
Organisation: angegliedert an die Sektion Grundlagenforschung der DGOU
gewählte Sprecherin: PD Dr. Susanne Grässel, Orthopädie Regensburg
gewählter Schriftführer: Dr. Jens Schaumburger, Orthopädie Regensburg
Thematisch / Methodische Kompetenzen: Tissue–Engineering von Knorpel/Knochen/Meniskus/Sehnen, MSCs, In situ Regeneration muskuloskelettaler Gewebe, Re-Dedifferenzierung von Knorpel-/ Knochentumore, Knorpel- Knochenersatzstoffe, Signalfaktoren, Tiermodelle, Gentherapie, Molekulares Imaging
Ziele und Agenda
- Bündelung der experimentellen Forschung in orthopädischen Kliniken
- Stärkung der Qualität und Erhöhung der Quantität orthopädischer Forschung in bestehenden Gruppen
- Aufbau einer Basis für wissenschaftliche Verbundprojekte
- Verbesserung der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchs
- Verbesserung der Methodenkompetenz
- Definition gemeinsamer Forschungsziele und –aktivitäten
- Bildung von Kerngruppierungen und Verbünden an überregionalen Standorten mit dem Ziel intensiver wissenschaftlicher Zusammenarbeit und nachfolgender Erhöhung der Einwerbung von Drittmitteln
Aktivitäten
Ausweisung zertifizierter Netzwerklabore
Eine wichtige Maßnahme zur Umsetzung dieser Ziele war die Ausweisung zertifizierter Netzwerklabore durch die Sektion Grundlagenforschung. Gruppen, die einen Vollzeitforscher(in) als Leiter(in) haben, bereits erfolgreich in der Einwerbung begutachteter Drittmittelprojekte sind und die Bereitschaft zeigen, ihr Methodenarsenal für interessierte Kollegen zu öffnen und Austausch durch Hospitationen zu ermöglichen, erhalten dieses Zertifikat.
Diese Strategie soll Anreize für Arbeitsgruppen schaffen, den vorgegebenen Standards zu entsprechen und damit kurzfristig die Wettbewerbssituation der orthopädischen Forschung national und international zu erhöhen. Gleichzeitig wird die Anzahl der Arbeitsgruppen ansteigen, die erfolgreich Drittmittel einwerben können um letztendlich die „kritische“ Masse zu erhöhen, damit erlaubt, aus orthopädischen Labors heraus verstärkt Anträge auf koordinierte Förderprogramme bei Drittmittelgebern eingereicht werden können .
Im Netzwerk NRO konnten inzwischen 11 Labore an 10 verschiedenen Standorten dieses Zertifikat erhalten.

Allerdings sind bereits 13 der 34 akademischen Lehrstühle für Orthopädie in diese Elitetruppe der Orthopädischen Forschung einzustufen. Erklärtes Ziel ist es, möglichst viele weitere Forschergruppen auf dieses hohe Qualitätsniveau zu heben und damit die Zahl zertifizierter Netzwerklabore weiter zu vergrößern. Die Konzeptgrundlage und Qualitätskriterien für eine Zertifizierung sind folgende:
- Professionell geführtes Labor
- Leitung durch einen Vollzeitwissenschaftler
- Genehmigte und / oder laufende Drittmittelprojekte
- Begutachtung und Finanzierung durch DFG/BMBF/EU
- Maximal Einjährige Übergangszeit zwischen aufeinander folgenden Projekten
- Etabliertes Methodenarsenal
- Bereitschaft und Unterstützung zur Ausbildung / Hospitation von wissenschaftlich interessierten Kollegen und wissenschaftlichem Nachwuchs
Eine Rezertifizierungsrunde für beide Netzwerke erfolgt einheitlich alle 2 Jahre; es können jedoch jederzeit Anträge auf Zertifizierung gestellt werden, die Antragsformulare sind bei den unten aufgeführten Kontaktpersonen erhältlich.
Gemeinsame Drittmittelinitiative
Bei der Gründungssitzung der Netzwerkinitiative NRO wurde die Verbesserung der Drittmitteleinwerbung im Rahmen der Netzwerkaktivitäten als ein wesentliches Ziel definiert. Inzwischen wurden von uns Konzepte angedacht und umgesetzt, die zu einer Vernetzung leistungsstarker Gruppen führen. Diese Initiative hat durch unsere Fachgesellschaft DGOU durch die Bewilligung von 180.000€ eine nachhaltige Unterstützung erfahren und Weiterentwicklungen sind im Gange.
Erstes gemeinsames Netzwerktreffen der orthopädischen und chirurgischen Netzwerke
Um die Zusammenarbeit zwischen den beiden orthopädischen Netzwerken, das Muskuloskelettale Netzwerk MSB-Net und NRO zu intensivieren und einen engen Schulterschluss mit Aktivitäten in der DGU und den dort formierten Netzwerken NEU und Trauma-Netzwerk zu realisieren, wird am Vortag des DGU / DGOOC - Jahreskongresses, am 23.10.2007, von 10:30 – 16:00 Uhr in Berlin ein gemeinsames Netzwerktreffen stattfinden. Es werden Leiter zertifizierter Labors ihre Forschungsschwerpunkte präsentieren, sowie die Netzwerke und ihre Ziele und Aktivitäten durch die jeweiligen Netzwerksprecher vorgestellt. Berichte von der Forschungsförderung in Form von Forschergruppen und SFBs, sowie Aktivitäten zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses werden das Programm vervollständigen. Oberste Ziel des Treffens ist, Einsicht in die Forschungsaktivitäten der beiden Fächer zu gewähren, um Möglichkeiten für Kooperationen und zukünftige gemeinsame Forschungsvorhaben im experimentellen Bereich zu eröffnen.
Nachwuchsförderung
Workshops
Zur Unterstützung der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung werden regelmäßig Workshops zur Aus- und Weiterbildung junger Nachwuchswissenschaftler an wechselnden Standorten abgehalten.
2006
Im Orthopädischen Zentrum für Muskuloskelettale Forschung der Orthopädischen Klinik König-Ludwig-Haus, Universität Würzburg wurde vom 29.-30. Mai 2006 ein Workshop organisiert. Er fand im Vorfeld des 2nd International Conference on Strategies in Tissue Engineering statt. Die Ausrichter des Workshop waren die Stiftung Akademie Deutscher Orthopäden & Vereinigung f. Grundlagenforschung e.V. und das Forschungsnetzwerk NRO der DGOOC.
Das zentrale Thema dieses Workshops, passend zur Bone and Joint Decade, war Tissue-Engineering von Gelenkknorpel, Sehnen & Bändern. Das Programm bestand aus Referentenvorträgen, die aus verschiedenen orthopädischen Kliniken angeworben worden sind, am Vormittag und praktischen Übungen am Nachmittag. Die 16 Teilnehmer wiederum setzten sich vorwiegend aus jungen Ärzten und naturwissenschaftlichen Doktoranden zusammen, die aus Orthopädischen Kliniken aus ganz Deutschland angereist waren.

2007
Für all jene Orthopäden und Unfallchirurgen, die ihre wissenschaftlichen Aktivitäten weniger im Grundlagenlabor als vielmehr in enger Nähe zur Behandlung ihrer Patienten entfalten wollen, hat die Orthopädie Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem Koordinationszentrum für Klinische Studien (KKS) einen zweitätigen Fortbildungskurs am 16./17. November 2007 in Heidelberg aufgelegt. Dieser Kurs wird Grundlagen und Anwendungsbeispiele sowie Probleme aus der Praxis für Klinische Studien speziell im Bereich Orthopädie und Unfallchirurgie zum Thema haben. Teilnehmer erwerben in diesem Zusammenhang das Zertifikat "Klinischer Prüfarzt" des KKS-Netzwerkes. Passend hierzu führen DFG und BMBF mit ihrer Anfang Juli erfolgten vierten Ausschreibung zur Förderung Klinischer Studien ihre Initiative zur Förderung Klinischer Studienkultur in Deutschland weiter. Möglichkeit zur Antragsstellung für Gruppen, die in der Durchführung Klinischer Studien bereits erfahren sind, besteht bis zum 07.11.2007 . Unabhängig vom Standort bietet das KKS Heidelberg hier an unterstützend, beratend tätig zu werden.
Ein zweiter Fortbildungskurs zum Thema Biomechanik/Implantatforschung wird am 06./07. Dezember 2007 ebenfalls in Heidelberg angeboten werden. Weitere Informationen zu beiden Kursen finden der wissenschaftliche Nachwuchs sowie erfahrene Forscher mit einschlägigen Interesse unter:
www.orthopaedie.uni-hd.de/Aktuelles/Veranstaltungen/uebersicht.htm
www.kks-hd.de
www.dfg.de/forschungsfoerderung/einzelfoerderung/klinische_studien/index.html
Betreuung naturwissenschaftlicher Doktoranden
Eine gemeinsame Betreuung von Doktoranden an verschiedenen Klinik-Standorten im Rahmen von Ph.D. – Programmen, kann unter Netzwerkmitgliedern vermittelt werden, da im Normalfall ein zweiter Fachbetreuer von einer anderen Universität erforderlich ist.
Bsp.: Orthopädie Gießen (J. Steinmeyer) und Regensburg (S. Grässel)
Kompetenzbörse
Methodenkompetenz
Das Forschungsnetzwerk Regenerative Orthopädie fördert die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und ermöglicht zugleich einen überregionalen Technologietransfer zwischen den beteiligten Zentren. Um bei konkreten Projekten gezielt und zeitnah auf einzelne Methoden und Arbeitstechniken zugreifen zu können, wurde eine Kompetenzbörse mit fachlich kompetenten Ansprechpartnern erstellt. Die aufgelisteten Projektleiter haben sich bereit erklärt, ihre etablierten Methoden dem wissenschaftlichen interessierten Nachwuchs und Labors der Forschungsnetzwerke NRO und MSB-Net auf Grundlage von Kooperationen zur Verfügung zu stellen. Die gemeinsame Nutzung von Synergien soll dazu beitragen, experimentelle Arbeitsabläufe zu optimieren, das methodische Spektrum der einzelnen Arbeitsgruppen zu erweitern und damit die nationale und internationale Kompetenz unserer Fachgesellschaft zu stärken.
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